März 2026
Wahlprüfstein: Digitalpakt 2.0
Aktuelle Situation
Mit dem Digitalpakt 1.0 Schule unterstützte der Bund die Länder und Gemeinden bei Investitionen in die digitale Bildungsinfrastruktur. Ziele des Digitalpaktes 1.0 waren der flächendeckende Aufbau einer zeitgemäßen digitalen Bildungsinfrastruktur unter dem Primat der Pädagogik. Die berufsbildenden Schulen haben im Rahmen des Digitalpaktes 1.0 dafür den dringend benötigten flächendeckenden Ausbau von WLAN, die Modernisierung schulischer Netzinfrastrukturen sowie die Anschaffung digitaler Endgeräte samt Software und Apps und Präsentationstechnik für einen möglichst durchgängigen digital gestützten Unterricht zur Herausbildung digitaler Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler bzw. Auszubildenden getätigt und Fortbildungen im Umgang mit digitalen Medien für die Lehrkräfte organisiert, um der KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ durch pädagogische Konzepte, Anpassung von Lehrplänen und Umgestaltung der Lehrerausbildung und -weiterbildung gerecht werden zu können. Durch ergänzende Programme wurden Leihgeräte für Schülerinnen, Schüler und Auszubildende angeschafft sowie begonnen, professionelle IT-Administration an den berufsbildenden Schulen auf-
zubauen. Der Unterricht an den berufsbildenden Schulen wurde zunehmend digital unterstützt, mehr Lehrkräfte verfügen über medienpädagogische Qualifizierung und Schulen konnten ihre technische Ausstattung grundlegend erneuern.
Vision
Der Digitalpakt 2.0 sollte daran anknüpfen und auch zukünftig ein Lehren und Lernen an den berufsbildenden Schulen ermöglichen, das den Herausforderungen durch die digitale Transformation der Gesellschaft entspricht.
In diesem Zusammenhang muss die digitale Infrastruktur samt der berufs- bzw. branchenspezifischen und zunehmend cloudbasierten Softwareprogramme und Apps an Schulen erhalten bzw. weiter verbessert werden, die Lehrkräfte weiter kontinuierlich fortgebildet werden und die Entwicklung innovativer Lehr- und Lernmethoden weiter gefördert werden.
Forderungen des Schulleitungsverbandes der berufsbildenden Schulen an die Landespolitik
- Umsetzung des Digitalpaktes 2.0 an den berufsbildenden Schulen
Eine langfristige Sicherung der digitalen Infrastruktur muss gewährleistet werden. Des Weiteren muss sichergestellt werden, dass die kontinuierliche technologische Weiterentwicklung unter Einbezug bestehender vielfältiger digitaler Systeme finanziert wird. - Software und Anwendungen
Die Nutzung berufs- und branchenspezifischer Software sowie die stärkere Integration cloudbasierter Programme und Apps muss den beruflichen Schulen für eine Wirtschaftsnahe Qualifizierung der Auszubildenden ermöglicht werden. - Lehr- und Lernprozesse
Die Weiterentwicklung digital gestützter Unterrichtsformen sowie die Förderung digitaler Kompetenzen bei Schülerinnen und Schülern, Auszubildenden als auch Lehrkräften muss kontinuierlich gefördert werden.
Der Ausbau von KI-Kompetenz und Medienkompetenz muss mit der Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur und Softwarenutzung möglich gemacht werden. - Verwendung der Mittel
Eine flexible Nutzung der finanziellen Mittel muss mit unbürokratischen Verfahren und unter Einsatz marktüblicher Bedingungen möglich gemacht werden. Eine Bündelung über zentrale Rahmenverträge ist hier ein favorisierter Ansatz. - Unterstützungssysteme
Die Sicherstellung von IT-Administration an jeder beruflichen Schule sowie eine IT- und Medienberatung muss gewährleistet und dauerhaft auskömmlich finanziert werden. - Langfristige Finanzierung
Unabhängig von Digitalpaktmitteln muss die Finanzierung über reguläre Haushaltsmittel des Landes dauerhafte sichergestellt werden. Hierzu zählen neben einer kontinuierlich zu aktualisierenden modernen technischen Ausstattung auch die für den Betrieb notwendigen personellen Ressourcen.